Mittwoch, 13. Oktober 2010
Facebook 2
Facebook sammelt möglichst viele Daten über seine Nutzer, um diese Daten zu verknüpfen mit den Interessen kommerzieller Partner, denn von irgendwas müssen Mark Zuckerberg und seine Mitarbeiter ja leben. Ich schaue mir auf der Facebook-Seite des Professors seine Facebook-Friends an, um mir einen weiteren Eindruck von ihm zu verschaffen. Und was bringt mir das? Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist. - Im Fall der Tess und des Professors interpretiere ich das so: Das ist also der Mann, mit dem sie sich ins Unglück gesetzt hat. Wer ist sie, wenn ihr das und das gefallen hat, was ihr an dem Mann gefallen haben könnte, dergestalt, dass sie darauf reingefallen ist? Und welche anderen Eigenschaften von ihm könnten es sein, die sie so unglücklich machen, dass sie schon längst bei mir wäre, wenn ich nicht ein bekennender Habenichts wäre. – Viel ist es nicht, was ich an Erkenntnissen auf der Facebook-Seite des Professors gewinnen konnte. Auch die Google-Recherche hat nicht viel gebracht. Und über das Wenige will ich hier schweigen, um seine Anonymität zu wahren. Deshalb nur: Er ist als Lehrender wohl ganz erfolgreich, hat sogar mal einen Preis bekommen für seine Leistungen als Lehrperson. Doch wie meine Recherchen gestern ergaben, ist es leider nicht so, dass er inzwischen einen Ruf in eine andere Stadt, auf einen besseren Lehrstuhl bekommen hat und deshalb mehrere Tage in der Woche weg ist. Was ich ihm gewünscht hätte und mir und der Tess auch. Doch meine Vermutung aufgrund von Beobachtungen in der letzten Woche wurde nicht bestätigt bei der Googl-Recherche. Er war wohl nur bei einem Kongress in einer anderen europäischen Hauptstadt. Es ist mir auch nicht gelungen, über Google Publikationen von ihm ausfindig zu machen. Was sicher nicht bedeutet, dass es keine gibt. Entweder war mein Vorgehen beim Recherchieren zu stumpf oder die Verlage, bei denen er publiziert, glauben nicht an das Internet. So muss ich mich im wesentlichen stützen auf meine Beobachtungen im wirklichen Leben. Siehe dazu Rivale 2. Immer noch nicht durchgesehen und korrigiert und auch durch noch so viel Überarbeiten nicht besser hinzukriegen. Ich habe den Text trotzdem veröffentlicht, weil ich ihn aus dramaturgischen Gründen brauche – als Anlauf für Rivale 3 und 4. Da will ich mich bemühen, die Kleinlichkeit meines Beobachtens zu überwinden und dem Professor mehr gerecht zu werden. Das heißt nicht unbedingt, fairer zu sein ihm gegenüber. Aber ihn auch nicht als den Arsch hinzustellen, als den ich ihn sehen will, der er aber gar nicht sein kann, weil sonst wäre die Tess nicht immer noch mit ihm zusammen. Am Sonntag habe ich erst mal nur einen Platzhalter für Rivale 2 eingerichtet mit dem Hinweis: Die Fans der Professors mögen sich bitte noch gedulden. Der Text kommt morgen. – Die Fans des Professors. Das war nicht boshaft gemeint. Denn da will ich hin. Ganz im Ernst. Ihm so gerecht zu werden, ihn hier so auftreten zu lassen, dass er Fans bekommt, die die Geschichte hier lesen seinetwegen, so wie bislang die meisten meiner Leser sie gelesen haben wegen der Tess.
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