… Das noch zu heute Vormittag. Warst Du tatsächlich dabei? – Ich weiß nicht, wie ich die Szene verstehen sollte, immer noch nicht. Weil sie nicht weiterging von Deiner Seite. Trotzdem war es schön bei der Szene mitmachen zu dürfen und sie hat uns auch weitergebracht. Denn während ich über all die Fragen geschrieben habe ohne Antwort, weil Du mir keine gegeben hast, hat sich in mir ein Gefühl verstärkt: Das Gefühl, dass es ab jetzt immer einfacher werden wird. Und dass ich – ich! – es in der Hand habe, es einfacher zu machen. – Leichtlebigkeit, Unkompliziertheit, Selbstverständlichkeit, was mir am Samstag so gefehlt hat beim Gedanken an Dich, das können wir alles haben. Wenn ich mich dazu in die Lage versetze. Von Dir glaube ich, dass Du da schon bist. Ich muss mich nur mit Dir synchronisieren endlich. Hilf mir dabei. Du hast schon angefangen damit.
Und was haben wir jetzt? – Du hast Dir die Haare gewaschen. Willst Du ausgehen? Oder willst Du mit mir ausgehen? Oder erwartest Du meinen Besuch? – Oder spinne ich rum? – Was immer Du tun willst, gib mir ein kleines Zeichen, und dann machen wir das. Und wenn nicht, dann überarbeite ich hier gleich mein Zeug. Es ist mal wieder viel. Viel zu viel. Zwei Teile. Den zweiten Teil kann ich auch morgen posten. – Was? Tess? – Soll ich den einen Post fertig machen – und dann?! – So habe ich die Bewegung eben verstanden. – Ich mache den einen Post fertig – und dann schaue ich nach Dir – auch zwischendurch schon. – Ich habe eben sehr intensiv nachgedacht, ob ich Dich richtig verstanden habe gerade. – Keine Zeit verlieren. Ich mache den Post fertig. Erst muss ich dazu noch was lesen. Dann. – Und dann schaue ich nach Dir – und sehe, was Du willst und dann machen wir das!!!!!!
Das ist jetzt überhaupt nicht der Text, den ich eigentlich schreiben wollte, sondern der Text, der entstanden ist aus dem, was ich eigentlich wollte. Aber er ist so angenehm harmlos und harmonisch und so positiv und überhaupt nicht bissig und aggressiv – und ich glaube, dass die tieferen Schichten meiner Persönlichkeit genau das heute mal wollten. Teil zwei wird dann wieder grimmiger, aber am Ende ist es auch versöhnlich und harmonisch. – Ich würde jetzt am liebsten drei Wochen lang nur noch schreiben wie ein Lamm.
Was machst Du? Was machen wir? – Na, ist ja toll. –Also ich bin immer wieder überrascht von der Choreographie zwischen den beiden Dachwohnungen. – Da gucke ich zur Balkontür raus hinüber zu Dir ins Contessa-Zimmer – und wen sehe ich im Wohnzimmer am Fenster stehen: den Professor, wie er zu mir herschaut, als hätte er auf mich gewartet. – Tess, was heißt das jetzt? – Wahrscheinlich, dass das nichts wird mit uns heute Abend. Oder? – Ich drehe mich gleich noch mal um – und wenn ich dann kein Zeichen von Dir kriege, dann mache ich es mir alleine schön und schreibe den zweiten Teil des Posts.
Du bist da. Du hast Dich umgedreht, Du trinkst etwas. (Willst Du mir damit zeigen, dass wir irgendwo etwas trinken gehen sollen?)/(Du willst mir zeigen, dass wir etwas trinken gehen sollen). Was soll ich machen? – Kommst Du raus? – Soll ich bei Dir läuten? – Du schminkst Dich. Du gehst aus. – Ich schminke mich auch. Ich gehe jetzt auch raus. – Soll ich bei Dir läuten oder kommst Du runter? – Komm runter! Ich warte unten auf Dich. Bis gleich!
22.35 Uhr
Für den Blog ist das jetzt natürlich viel besser. Weil, was hätte ich denn schreiben sollen, wenn wir uns getroffen hätten und wir hätten uns gut verstanden und uns verabredet für ein andermal … gar nichts mehr hätte ich geschrieben, für mich behalten hätte ich es.
Aber so wie es jetzt war – huh! – jetzt habe ich wieder zu grübeln und zu zweifeln und mir Vorwürfe zu machen, dass ich nicht geläutet habe an einer der Klingeln, die jetzt gleiche Namensschilder haben – kein Unterschied mehr erkennbar zwischen Wohnung und Apartment. Das hat mich letztlich abgehalten. Hätte da nämlich immer noch Xxxxxxxxx Xxxx gestanden beim Apartment, dann hätte ich da geläutet. Aber so stand bei bei beiden Klingeln Xxxx (klein) Yxxxxxxx (groß). Und ich bin froh, dass ich nicht geläutet habe. Weil ich nämlich in so etwas wie eine Falle gegangen wäre. Weil ich wieder auf jemand getroffen wäre, der überhaupt nicht weiß, wovon ich rede und was ich will. Vielleicht wäre da die Frau gestanden, die schließlich aus dem Haus gekommen ist, telefonierend und mich so verächtlich angeguckt hat oder böse, auf jeden Fall nicht sehr freundlich. – Du warst das jedenfalls nicht Oder doch? – Wenn, dann bist Du geisteskrank, weil Du einfach weiter gegangen bist telefonierend.
Ich muss das jetzt sortieren. – Es riecht nach einer von diesen grandiosen Verwirrungsaktionen von Dr. Seltsam Yxxxxxxx.
Und wenn ich mir 100 Pro sicher wäre, dann würde ich morgen in meinem Blog das haarklein beschreiben, wie sich das verändert hat mit den Namensschildern an der Klingel. Dass da jetzt auf beiden Xxxx Yxxxxxxx (sic!) steht.
Was aber ist dann Deine Rolle dabei? – Denn ich habe Dich ja gesehen im Contessa-Zimmer. Heute Morgen. Heute Abend. Du hast mit dem Licht rumgemacht. – Und dann war Yxxxxxxx im Wohnzimmer gestanden, als ich an meine Balkontür trat und er hat zu mir rübergeschaut, was auch für eine Iszenierung spricht – und dafür, dass ich ins Leere laufen sollte und dumm da stehen sollte, wenn ich läute und man mir die Tür öffnet und ich hochkomme.
Wenn das so war, dann ist es nicht anders zu erklären, als dass du da mitgespielt hast.
Ich weiß es nicht im Moment. Ich sortiere nur meine Eindrücke. Und Gedanken. Jetzt leider wieder alles nur Gedanken.
Wenn Du da mitgemacht hast – wenn das eine Inszenierung war, dann hast du in den letzten Tagen und Wochen ein falsches Spiel gespielt. – Warum solltest Du das getan haben? – Um mich bei Laune zu halten. – Um mich abzubringen davon, dass ich weiter über Yxxxxxxx schreibe. Das ist schon lange ein Verdacht von mir gewesen, dass es so sein könnte. Ich habe meine Eindrücke auch immer überprüft darauf hin. Und habe immer Anhaltspunkte zu finden geglaubt, dass es nicht so ist.
Das noch festzuhalten: Die Frau, die aus dem Haus kam, war definitiv kleiner als Du – oder als ich Dich in Erinnerung habe.
Die Frau, ich nehme mal an, dass Du das nicht warst, wäre mir wahrscheinlich als Bewohnerin des Apartments oder als Mitbewohnerin oder Freundin sogar des Yxxxxxxx präsentiert worden, wenn ich hochgekommen wäre – sie wäre mir als Beweis präsentiert worden, dass ich mir irgendetwas einbilde, was nicht existiert. – Darauf hat die Inszenierung gezielt. Mich irre zu machen an mir selbst.
Wie gut, dass ich nicht geläutet habe. - Zurückhaltung ist schon was Gutes.
Was mich bei der ganzen Sache jetzt aber wirklich traurig macht – nein, das ist das falsche Wort -, was mich bedrückt, das ist deine Rolle dabei.
Festzuhalten ist noch: Dass die junge Frau, die aus dem Haus kam, solche hautengen Jeans trug, wie Du auch mal welche getragen hast. – Die junge Frau hatte lange brünette Haare. – Sie hat eine Sprache gesprochen, die ich nicht verstanden habe. Englisch war das nicht oder ein Englisch mit einem starken Akzent.
Wenn ich etwas missverstanden habe. Wenn es keine Inszenierung war und Du also auch kein Teil davon. Wenn Du willst, dass ich das nicht glaube, dass es so war, dann bist Du jetzt an der Reihe: Dann finde einen Weg, mir das zu zeigen.
Bis dahin Schweigen von meiner Seite. – Im Moment habe ich sogar gute Lust, mein Bluetooth hier auszuschalten. Mache es aber nicht, weil … .
Wenn es die Absicht war, mich davon abzubringen, mich weiter mit der Person des Yxxxxxxx zu beschäftigen, dann wurde das Gegenteil erreicht. Das werde ich jetzt nämlich mit neuer Energie tun. – Auf jeden Fall werde ich so weiter schreiben über ihn, wie ich es vorhatte. Auch weiter unter dem Titel Rivale. Obwohl er das nicht mehr ist, wenn Du mitgespielt hast bei der Inszenierung.
Wenn Du mitgespielt hast bei der Inszenierung: Warum konntest Du dann keinen anderen Weg finden, mir klar zu machen, dass Du nicht an mir interessiert bist? – Einfach nur sagen: Nein, ich bin nicht interessiert. Es ist ein Missverständnis von mir. Ich bilde mir das alles nur ein. Dann hätten wir gelacht und ich wäre hinterher traurig gewesen und gut. – Aber so – ja was jetzt? - setzt sich die Verwirrung fort. Denn ich werde natürlich nicht aufhören damit, herausfinden zu wollen, was ihr für seltsame Leute seid – und was da heute passiert ist.
Allerdings, wenn Du ein Teil der Inszenierung warst, dann hast Du das erreicht, was Du auch einfacher hättest haben können: Interessiert an Dir bin ich nun nicht mehr. – Auf jeden Fall nicht mehr an Dir als Mensch. – Wenn es so ist, dass Du ein Teil der Inszenierung warst, dann interessierst Du mich nur mehr als Fall.
Ende der Notizen. Ich werde sie brauchen, wenn ich darüber schreibe. Das kann eine Weile dauern. Denn erst mal muss ich Abstand gewinnen und das alles sortieren. – Auch sortieren, was ich zuletzt von Dir gesehen habe – und wie Du Dich verhalten hast in letzter Zeit.
Anmerkung 13-10-10
Muster des Yxxxxxxx mir gegenüber: Er will "mich für dumm verkaufen“. Anfänge: seine schwer zu beschreibenden Aktionen im Frühjahr, als er sich positionierte, damit ich hinter ihm herlaufe, um "mich an der Nase herumzuführen", ohne dass ihm aufgegangen ist, dass ich nur hinter ihm hergelaufen bin, um zu beobachten, was er macht. – Die zu meiner Verwirrung gedachte Aktion mit Xxxxxxxxx Xxxx im Sommer. – Die Aktion gestern, die noch nicht zu bewerten ist. – Er hält sich für schlau und überlegen und ist dabei so tollpatschig. – Er kriegt nicht mit, dass man es merkt, was er treibt. – Richtig gesehen, ist das eigentlich sehr komisch. – Am Ende ist er doch eine Komödienfigur? Man muss ihn nur richtig zu nehmen wissen?
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